Ein Ort, der Geschichte bewahrt und Zukunft möglich macht

Das Projekt

Ein Kulturerbe erhält eine Zukunft

Das Hochstudhaus an der Holzikerstrasse wurde im Jahr 1803 erbaut und gehört zu den eindrücklichen Zeugen der ländlichen Baukultur im Kanton Aargau.

Sechs Jahre Vorarbeit

An seinem bisherigen Standort war das historische Gebäude zunehmend von der Siedlungsentwicklung bedrängt. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der angrenzenden Bahninfrastruktur eröffnete sich schliesslich die Möglichkeit, das Hochstudhaus zu erhalten: Es wurde sorgfältig dokumentiert, fachgerecht zurückgebaut und wird heute in Hirschthal an einem neuen Standort nahezu originalgetreu wieder aufgebaut.

Bevor der erste Balken des Hochstudhauses zurückgebaut werden konnte, lagen bereits rund sechs Jahre intensiver Vorarbeit hinter dem Projekt. Zahlreiche Abklärungen, Behördengänge, Machbarkeitsstudien und Gespräche waren notwendig, um eine tragfähige Lösung für den Erhalt und die Versetzung des historischen Gebäudes zu finden.

In dieser langen Vorbereitungsphase durfte das Projekt auf die grosse Unterstützung des Gemeinderates Hirschthal zählen. Dieses Wohlwollen und die konstruktive Begleitung waren wichtige Voraussetzungen dafür, dass aus einer Idee schliesslich ein umsetzbares Projekt werden konnte.

 

 

Fachwissen, das den Weg mitgeprägt hat

Einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Projekts leistete auch Martin Hoffmann aus Reinach AG, Zimmermann und ausgewiesener Fachmann für historischen Holzbau und Denkmalpflege. Mit seinem grossen Fachwissen, seiner Erfahrung und der Erarbeitung wichtiger Planungsgrundlagen hat er das Projekt von Beginn weg massgeblich mitgeprägt.

Für dieses ausserordentliche Engagement und das eingebrachte Wissen sind wir ihm sehr dankbar.

Nun findet das Haus eine Umgebung, die seinem ursprünglichen Charakter wieder gerecht wird. Historische Bauteile und traditionelle Zimmermannskunst werden bewahrt und mit den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Brandschutz und öffentliche Nutzung verbunden.

So bleibt nicht nur ein wertvolles Gebäude erhalten. Was über Generationen entstanden ist, wird weitergetragen: historische Bausubstanz, traditionelles Handwerk und die besondere Konstruktion des Hochstudhauses. Wo immer möglich, werden die ursprünglichen Bauteile wiederverwendet und in den Wiederaufbau integriert.

Das Hochstudhaus bekommt damit nicht nur einen neuen Standort, sondern auch neue Aufgaben und einen Öffentlichkeitsstatus.

Warum dieses Projekt?

Mehr als der Wiederaufbau eines Hauses.

Das Hochstudhaus Talhof steht für einen respektvollen und zugleich lebendigen Umgang mit unserem kulturellen Erbe. Es bewahrt Wissen über traditionelle Bauweisen, Handwerk und das Leben vergangener Generationen – und macht dieses Wissen wieder zugänglich.

Künftig soll das Haus ein Ort der Begegnung sein: für Besucherinnen und Besucher, Schulklassen, Vereine und Unternehmen. Geplant sind unter anderem eine Besenbeiz mit historischem Kachelofen, Übernachtungsmöglichkeiten für Schulklassen sowie Räume für Workshops und gemeinsames Arbeiten.

Dabei knüpfen die neuen Nutzungen bewusst an die Geschichte des Hauses an. Menschen sollen hier nicht nur erfahren, wie früher gebaut und gelebt wurde, sondern das Hochstudhaus selbst erleben. Das am neuen Standort bestehende kleine Lädeli soll zu einem vollwertigen Hofladen ausgebaut werden - und so dem Hochstudhaus eine weitere öffentliche Nutzung geben.

Dabei soll kein Museum entstehen. Das Hochstudhaus soll wieder genutzt und erlebt werden - als historischer Zeitzeuge mit einer neuen Aufgabe.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Haben Sie Fragen? Gerne sind wir persönlich für Sie da.